So richtig einen Überblick hat wahrscheinlich an den Märkten derzeit kaum noch jemand. Die Kurse beschreiben die verrücktesten Kurven, dauernd geht es auf und ab. Dass man da als Anleger irgendwann komplett auf der Leitung steht und nicht mehr weiß, was noch die beste Anlagestrategie ist, ist also kein Wunder. In was soll man sein Geld auch im Moment guten Gewissens stecken? Aktien sind unbeständig, das gleiche gilt aber auch für Rohstoffe oder Anleihen. Jürg Zeltner, der als CEO beim UBS Wealth Management arbeitet, sagt zu dem Thema: „Nie war die Komplexität der internationalen Finanzmärkte höher als heute, und sie nimmt ständig zu. Diese Entwicklung bietet Anlegern und Investoren zahlreiche Chancen. Andererseits braucht man Erfahrung, Wissen und die Ressourcen, um schnell und zielsicher die richtigen Entscheidungen treffen zu können, wenn man das Anlagerisiko minimieren will.“
Experten empfehlen jetzt die Anlage in so genannte Mischfonds. Damit fährt man als Anleger einen relativ sicheren Kurs, denn dass die Inhalte des Mischfonds allesamt den Bach runtergehen, ist so gut wie ausgeschlossen. Ein Mischfonds kombiniert verschiedene Anlageklassen, wie zum Beispiel Aktien, Rohstoffe, Anleihen oder Währungen und Edelmetalle. Auch in krisenreichen Zeiten ist es beinahe unmöglich, dass all diese Anlageformen schlecht laufen. Ein oder zwei ganz gewiss, aber dann hat man ja immer noch den Rest, mit dem man sein Glück versuchen kann. So ist dem Anleger ein gewisser Ertrag sicher. In den Mischfonds werden in vielen Fällen Dinge wie zyklische Werte gemieden. Diese sind stark von der Konjunkturlage abhängig, zum Beispiel in der Automobilbranche. Wenn es wirtschaftlich schlecht läuft, haben auch diese Branchen darunter zu leiden, was sich auf die Aktienkurse überträgt. Experten empfehlen deshalb in der Regel, sich auf defensive Aktien zu konzentrieren. Diese Aktienform gilt als äußerst krisensicher, da sie im Gegensatz zu Aktien aus zyklischen Branchen nicht vom Stand der Konjunktur abhängig ist. Unter diese Kategorie fallen neben der Lebensmittelbranche auch der medizinische Bereich, sowie der der Energieversorgung. Hier gibt es trotz wirtschaftlich schlechter Lage immer etwas zu tun und die Kurse halten sich relativ stabil. Dennoch ist auch hier natürlich nie eine hundertprozentige Sicherheit garantiert.

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