Krise folgt auf Krise, Kurseinbruch auf Kurseinbruch. Als Anleger hatte man in diesem Jahr noch nicht allzu viel zu lachen auf den internationalen Finanzmärkten. Durch die verschärften Situationen in den USA sowie auch in Europa, manche sprechen von Krisen, haben viele Anleger ihr Vertrauen in die Produkte verloren. Eine allgemeine Verunsicherung geht um und eine große Anzahl an Investoren orientiert sich komplett um, was ihre Anlagestrategie betrifft. Schon in Zeiten, in denen die Märkte wenig Turbulenzen zu bekämpfen haben, ist die richtige Anlagestrategie keine leichtfertige Entscheidung, wie Jürg Zeltner, CEO beim UBS Wealth Management erklärt: „Nie war die Komplexität der internationalen Finanzmärkte höher als heute, und sie nimmt ständig zu. Diese Entwicklung bietet Anlegern und Investoren zahlreiche Chancen. Andererseits braucht man Erfahrung, Wissen und die Ressourcen, um schnell und zielsicher die richtigen Entscheidungen treffen zu können, wenn man das Anlagerisiko minimieren will.“
Natürlich gibt es die fest stehenden und als sicher bekannten Investitionsmöglichkeiten wie Edelmetalle oder Immobilien. In diese retten sich viele Investoren in Krisenzeiten immer wieder gerne. Das hat in diesem Jahr so weit geführt, dass der Goldpreis beinahe die absolute Rekordmarke von 2000 Dollar pro Feinunze geknackt hätte und sich anhaltend auf einem Rekordhoch befindet. Auch Silber und Kupfer erleben 2011 einen Boom. Der Silberpreis hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr verdoppelt.
Nun wurden in den USA unabhängig arbeitende Finanzberater befragt, was sie für die beste Anlage der Zukunft halten. Die Antwort war recht eindeutig. Alternative Anlagen lautet sie und wird durch die Bank von den Experten ganz vorne an gestellt. Besonders im Fokus der Vermögensberater stehen so genannte börsennotierte Indexfonds (ETFs) auf alternative Anlageklassen. Diese sollen jetzt den Anlegern wärmstens empfohlen werden. Die letzten Monate waren gekennzeichnet vom Erscheinen dieser Indexfonds auf den Märkten, in Europa beispielsweise durch die Deutsche Bank, UBS und Goldman Sachs. Mit diesen ETFs haben Anleger Zugang zu Hedgefonds, Rohstoffen und anderen alternativen Geldanlagen. Es könnte also zu einem guten Jahr für die Anbieter solcher Indexfonds werden. Die Berater sollten jedoch auch darauf achten, ihre Kunden ausreichend über die neuen und vielleicht nicht einfachen Produkte zu informieren.